Dienstag, 12. Februar 2019

Ich bin ein Ingwer-Fan!


Schon als Kind knabberte ich neugierig an kandierten Ingwerstäbchen – einer exotischen Süßigkeit, die zu der Zeit etwas Besonderes war. In asiatisch anmutenden Porzellangefäßen gab es auch „Ingwerpflaumen“ in Sirup zu entdecken. Sehr spannend, sehr klebrig und für meinen Kindermund noch viel zu scharf.

Heute hat frische Ingwerwurzel ihren festen Platz in meiner Küche. Für die vielen internationalen Gerichte, die wir so gerne kochen, ist die verzweigte Knolle unentbehrlich. Leicht zitronig ist ihr Geschmack, die Schärfe angenehm. Speisen und Getränken gibt sie eine würzig-frische Note. Denn Ingwer enthält reichlich ätherische Öle sowie die Scharfmacher Gingerol und Shogaol. Die sind uns gerade recht, wenn wir im Winter frösteln. Etwas Schärfe im Essen wärmt von innen. Wie wäre es mit einer Zwiebel-Ingwerfüllung, die tatsächlich „unter die Haut“ geht?






Hier ist das Rezept

Ingwer-Hähnchen
Der Clou ist die saftige Füllung unter der knusprigen Haut



Zutaten für 2 Portionen:

30 g geröstete Cashewkerne (ohne Salz)
15-20 g geschälte Ingwerwurzel, 60 g geschälte Zwiebel
½ TL abgeriebene Schale von einer Bio-Orange
Etwas Zitronensaft, 1 EL Öl
1 TL Currypulver, Salz
2 Hähnchenschenkel

Etwas Öl für die Form


Zubereitung:
Cashewkerne fein mahlen (z.B. in der Moulinette oder im Thermomix) und in eine Schüssel umfüllen.
Ingwer und Zwiebel in grobe Stücke schneiden und ebenfalls fein zerkleinern. Mit den übrigen Zutaten und gut 2 Prisen Salz gut vermengen.
Den Boden einer ofenfesten Form mit etwas Öl ausstreichen. Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Die Hähnchenschenkel an den Unterseiten leicht salzen. Die Haut mit den Fingern vorsichtig vom Fleisch lösen, aber nicht abziehen.
Die Zwiebel-Ingwer-Füllung mithilfe eines Teelöffels zwischen Haut und Fleisch verteilen. Die gefüllten Hähnchenschenkel nebeneinander in die Form legen.
Im Ofen auf mittlerer Höhe 34–40 Minuten braten.
Auf Tellern anrichten.
Dazu passen Reis mit Kräutern (Petersilie oder Koriander) oder Couscous.
Tipp: Die Schenkel schon vor dem Füllen im Gelenk durchschneiden.  
 

Leicht von der Hand

Am besten große Ingwerwurzel-Stücke kaufen. Die lassen sich in dicke Scheiben schneiden und dann einfach schälen. Angeschnittenen Ingwer in einer Frischhaltedose im Kühlschrank aufbewahren.


Guten Appetit und herzlich-warme Grüße

Eure Bettina

Mittwoch, 12. September 2018

Den Sommer aufbewahren



Plötzlich stehen gut sieben Kilo wundervolle Zwetschgen in meiner Küche! Was für ein Geschenk der Natur.  Also erst einmal von der Hand in den Mund, probieren und genießen.


Die stolze Menge will nun doch irgendwie haltbar gemacht werden. Um mir die Arbeit für die nächsten Tage aufzuteilen, bilde ich drei Portionen. Zwei davon werden zunächst an einem kühlen Plätzchen aufbewahrt. Die dritte Portion taucht ins Wasser, tropft im großen Sieb ab. Dann geht es ans Entsteinen: Ich kann das mit einem scharfen Kartoffelschälmesser am besten. Und damit es dabei nicht langweilig wird, lausche ich einem Hörspielklassiker oder dem neuesten Radio-Tatort aus dem Internet. Die Zwetschgenhälften friere ich dann auf Tabletts in der Gefriertruhe vor. Fülle sie anschließend in Gefrierbeutel und ab geht’s als Vorrat wieder in die Truhe. Dieser Aufwand lohnt sich, weil die Hälften durch das Vorgefrieren nicht aneinanderkleben können. Gefroren lassen sie sich, ganz nach Bedarf, sogar einzeln aus den Beuteln nehmen.




Eine weitere Option ist das gute, alte Einwecken. Nicht nur für meine Zwetschgen, sondern auch für traumhaft aromatische Birnen – von denen bekam ich eine ganze Kiste geschenkt.


Zum Glück habe ich noch immer Weckgläser und Gummiringe in der Speisekammer.

Bewahrt euch die Sonne dieses Sommers auch im Herzen.
In diesem Sinne,

Bettina

Donnerstag, 12. Juli 2018

Sommer, Sonne und ein passendes Rezept


So viel Sonnenschein hatten wir lange nicht. Und auch das Einkaufen auf dem Wochenmarkt macht so richtig Spaß. Denn jetzt gibt es herrlich frisches Gemüse aus der Region in Hülle und Fülle – endlich! Da greifen wir gerne zu und machen schnell eine sommerliche Mahlzeit daraus.



Hier ist das Rezept
Sommerdip mit Gurke und Radieschen
Am besten zu neuen Kartoffeln!


Zutaten für 2 Portionen:
125 g Joghurt (10 %)
50 g Crème fraîche
1 TL Dijon Senf
Salz oder Kräutersalz, Pfeffer aus der Mühle
3 Radieschen, 1 Stück Salatgurke (mit Schale und gewaschen, etwa 60 g), beides knackig-frisch (!)
1 EL Kräuter, frisch und feingehackt (z.B. Petersilie und Zitronenmelisse, Schnittlauch in Röllchen)
Pro Portion 2 neue Kartoffeln (à 150 – 170 g)

Zubereitung:
Joghurt, Crème fraîche und Senf glattrühren. Dann mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.
Radieschen putzen, waschen und abtrocknen.
Gurke und Radieschen in kleine Würfel schneiden. Beides mit den Kräutern unter die Joghurtcrème rühren.
Die Kartoffeln als Pellkartoffeln oder Ofenkartoffeln garen. In der Schale servieren und den Dip dazu reichen.

 
Diese Kartoffeln wurden in der Mikrowelle "gebacken"

Leicht von der Hand
Schnell und einfach gelingt das Würfeln von Radieschen, Gurke und Co. mit einem Gemüseschneider, wie zum Beispiel mit dem „Alligator“. Dieser Küchenhelfer kommt wohl eigentlich aus Skandinavien und hat inzwischen einige Nachahmer gefunden.

Ofenkartoffeln brauchen gar keinen Ofen – es klappt auch in der Mikrowelle. Diese geniale Methode für „Jacket potatoes“ habe ich aus England: Kartoffeln waschen, mehrmals mit einer Gabel einstechen, einzeln in ein Stück Küchenkrepp wickeln und in die Mikrowelle legen. Kartoffeln von 150 bis 170 g sind bei 750 Watt nach 6-7 Minuten gar.  Je nach Sorte kann das aber variieren. Ich lege übrigens zwei Kartoffeln für einen Durchgang in unsere Mikrowelle.

Genießt den Sommer mit all seinen Gaben!
In diesem Sinne grüßt Euch herzlich

Bettina